Social-Media-Studie: The Language of Content

In Deutschland und weltweit wird das Smartphone immer wichtiger. Gerade für Social-Media-Aktivitäten ist zunehmend das Smartphone das Gerät der Wahl und immer weniger der PC oder Laptop. Das zeigt die aktuelle achte Welle der internationalen Social-Media-Studie Wave der Media- und Marketing-Agentur UM. Die Studie „Wave8 – The Language of Content“ erklärt außerdem die Motive für das Teilen von Content – und ermöglicht so maßgeschneiderte Content-Strategien. Befragt wurden 50.000 Menschen in 65 Ländern. 

Wave 8 The Language of Content

Wave 8 The Language of Content

Online-Geräte nutzen die deutschen Befragten – darunter Desktop-PCs, Laptops, Tablets, Spielkonsolen und auch schon vereinzelt die ersten Wearables. Online-Nutzung ist also schon heute eine Multi-Screen-Nutzung.

Smartphone und WhatsApp auf dem Vormarsch

Doch der dominante Screen wird zunehmend das kleine Display des Smartphones. Im Vergleich zur letzten Welle ist der Anteil der Smartphone-Nutzer in der Befragung um 9 Prozent auf 84 Prozent gestiegen. Zurückgegangen ist dafür die Nutzung/der Anteil von Desktop-PC (um 9 % auf 62 %) und Laptop (um 6 % auf 75 %). Eine Entwicklung, die sich weltweit zeigt.

Was die Social-Media-Angebote betrifft: Hier zeigt sich in Deutschland eine Sättigung. Social-Networks wie Facebook werden von 69 Prozent der Befragten benutzt – 1 Prozent weniger als im Vorjahr. Das Interesse an Micro-Blogging – in erster Linie Twitter – ist in Deutschland im Gegensatz zum weltweiten Durchschnitt deutlicher zurückgegangen, von 29 auf 26 Prozent. Ein leichtes Wachstum zeigen die reinen Business Networks (wie XING und LinkedIn): Solche Angebote werden jetzt von 35 Prozent der deutschen Befragten genutzt (im Vorjahr waren es 33 Prozent).

Gewinner sind die Instant-Messenger-Angebote (z.B. WhatsApp), deren Nutzung in Deutschland 57 auf 70 Prozent wuchs – hier ist Deutschland ein Nachzügler, den weltweit liegt hier die Nutzung unverändert bei 79 Prozent. Hier zeigt sich eine Verlagerung von den „klassischen“ zu mobilen Networks.

Die Funktion, rund um die Uhr mit seinen Freunden vernetzt zu sein, verliert bei Angeboten wie Facebook langsam, aber stetig an Bedeutung. Nur ein Beispiel dafür: Von den 16 bis 29-Jährigen haben bei der Befragung vor einem Jahr noch 70 Prozent angegeben, ihre Timeline bei Facebook jeden Tag zu nutzen – in der aktuellen Welle sind es nur noch ca. 60 Prozent.

Smartphone für Shopping und Videos

Das Smartphone durchdringt den Alltag der Internet-Nutzer immer mehr: Ein Drittel der deutschen Smartphone-Nutzer kaufen über ihr Smartphone ein, das sind 4 Prozent mehr als bei der Vorjahresbefragung. Allerdings hinkt hier Deutschland dem internationalen Trend hinterher – der weltweite Durchschnitt liegt bei 43 Prozent. Auch die Nutzung von Bewegtbild-Content – z.B. bei YouTube – geschieht in Deutschland und weltweit immer öfter via Smartphone und immer weniger via Desktop-PC oder Laptop.

„Das Smartphone kommt den Bedürfnissen der Konsumenten entgegen und ermöglicht das kontinuierliche Teilen von Inhalten. Damit verändert es die Art, wie wir kommunizieren“, sagt Sven Weisbrich, CEO von UM in Deutschland. „Phänomene wie die Ice Bucket Challenge zeigen, was passiert, wenn Konsumenten nach Anerkennung und Respekt streben. Die perfekte Kombination aus sozialen und mobilen Technologien führt zu einer riesigen Welle. Dieses Teilen von Inhalten zwischen Marken und Konsumenten nennen wir ‘The Language of Content’. Die Studie Wave erforscht genau dieses Zusammenspiel. Damit können wir für unsere deutschen und internationalen Kunden individuelle Content- und Social-Media-Strategien entwickeln.“

Maßgeschneiderte Content-Strategien

Die diesjährige Befragung steht unter dem Motto: „The Language of Content“. Es wurde umfangreich erforscht, welche psychologischen Motive die Menschen haben, wenn sie Content im Social Web ansehen oder ihn weiterleiten. Mit diesen Informationen ist es möglich, auf Zielgruppen und Branchen maßgeschneiderte Content-Strategien für Werbungtreibende zu entwickeln.

Es lassen sich auch die Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländern deutlich herausarbeiten, was vor allem für internationale Social-Media-Aktivitäten entscheidend ist. Den Deutschen ist bei Content, den sie teilen oder selbst nutzen, in erster Linie der praktische Aspekt wichtig: Sie wollen Tipps und neue nützliche Informationen. In anderen Ländern ist hingegen auch das Vermitteln und Teilen von Emotionen wichtig – hier sind die Deutschen zurückhaltender.

Die längste und umfangreichste Social-Media-Studie

Die Studie Wave erforscht seit 2006 die Nutzung und Akzeptanz von Social Media. Die jetzt vorgelegte Untersuchung ist bereits die achte Welle. Sie erforscht das Online-Nutzungsverhalten von 1,3 Milliarden Menschen in 65 Ländern. Dabei ist sie repräsentativ für die Gruppe der aktiven Internet-Nutzer (die an mindestens jedem zweiten Tag das Internet nutzen) im Alter von 16 bis 54 Jahren. Wave ist mit seiner Laufzeit und den beteiligten Ländern die umfangreichste Studie dieser Art. Für die aktuelle Welle wurden über 50.000 Menschen online befragt, 1.010 davon in Deutschland.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie Wave stehen in einem interaktiven Dashboard auf http://wave.umww.com zur Verfügung. Dort finden Sie auch weitere Informationen zur Studie, oder folgen Sie #wave8 auf Facebook, Twitter oder LinkedIn.

Außerdem finden Sie unter http://tinyurl.com/umwave8 eine Präsentation mit den spannendsten Erkenntnissen über uns Deutsche.

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