Bei Herti an der Fisch-Theke

Am Mittwoch, 29. Oktober 2010, war ich bei einer Lesung von Wilhelm Genazino im Mousonturm. Veranstaltet wurde sie vom hessischen Literaturforum. Das Besondere an der Veranstaltung: Genazino las aus einem noch unveröffentlichten Manuskript vor.

Genazino - Mousonturm 29.09.2010

Der Ich-Erzähler, ein etwas emotional distanzierter, selbstbezogener Architekt, berichtet von seinen Innenleben – in den vorgelesenen Kapiteln ging es um eine Beerdigung, sein Verhältnis zu zwei Frauen, einen Besuch an der Mittelmeer-Theke in der Herti-Lebensmittelabteilung, Sex und einen Grasshüpfer.

Der Erzählton ist unaufgeregt, spröde, aber dabei durchaus humorvoll. Das Buch erscheint im nächsten Jahr, den Titel wollte der Autor noch nicht verraten – wie er berichtet, hat er eine ganze Sammlung von schönen Titeln, zu denen noch die passenden Bücher fehlen würden. Vielleicht fände sich darunter ja ein geeigneter Name. Bis dahin möchte Genazinos frühere Werke empfehlen, etwa die schöne Erzählung „Ein Regenschirm für jeden Tag“, in dem der Held den schönen Beruf eines Sportschuh-Test-Trägers ausübt.

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