Joshua Ferris in Frankfurt

Im Rahmen des Literaturforums war der US-amerikanische Autor Joshua Ferris Gast im Frankfurter Mousonturm. Da ich seinen Debüt-Roman „Then we came to the end“ (Deutsch: „Wir waren unsterblich“) gelesen habe und er mir sehr gut gefallen hat, war ich bei der Veranstaltung. Dabei las der Schauspieler Felix von Manteuffel Passagen aus Ferris‘ neuem Buch „Ins Freie“ (im Original: „The Unnamed“). Dazwischen interviewte hr-Redakteurin Ruth Fühner Ferris. Das neue Buch handelt von einem Menschen, der an einer seltenen Krankheit leidet, die ihn zwingt, das Haus zu verlassen und unkontrolliert und ohne Bewusstsein ins Freie zu laufen.

Joshua Ferris in Frankfurt 13.09.2010
Joshua Ferris im Mousonturm beim
Signieren seines neuen Buches

Im Tonfall scheint das Buch eher düster zu sein – obwohl nach den vorgelesenen Passagen natürlich kein Urteil möglich ist.
Laut der amerikanischen Kritik sei das Buch völlig anders als sein Vorgänger. „Wir waren unsterblich“ beschreibt präzise und durchaus mit einer Menge Humor den Alltag einer Gruppe von Angestellten einer Werbeagentur in Chicago. Ich kenne keinen Roman (wenn man mal von Dilbert-Cartoons absieht), der die Arbeit einer Agentur so realistisch beschreibt und gleichzeitig beispielhaft die Langweile und Sinnlosigkeit des Büroalltags vor Augen führt. Ich kann die Lektüre nur empfehlen und bin deshalb gespannt auf das neue Buch.

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