Paradoxien der Kommunikation

Buchempfehlung:
„Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Wahn, Täuschung, Verstehen“ von Paul Watzlawick
„Menschliche Kommunikation: Formen, Störungen, Paradoxien“ von Paul Watzlawick et al.

„Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“ bietet einen anekdotenreichen Streifzug durch die komplizierte Welt der Kommunikation und ihrer Störungen, aus einer konstruktivistischen Perspektive. Gut geschrieben, nicht zu unrecht ein Longseller unter den Sachbüchern.
Leider legt der Autor einen zu grossen Schwerpunkt auf die etwas seltsamen Randgebiete der Kommunikation – für die bizzare Welt der Geheimdienste können sich heutige Leser wahrscheinlich nur wenig begeistern und die Exkurse über sprechende Delphine und Kommunikation mit Außerirdischen wirken schon ein bisschen skuril. Trotzdem werden viele wichtige Begriffe und Konzepte erläutert – „Double Bind“, selbsterfüllende Prophezeihungen und er der wichtigste Lehrsatz der Kommunikation „Man kann nicht nicht-kommunizieren“.

Auch die anderen Bücher von Paul Watzlawick sind amüsant und lesenswert (auch wenn er sich manchmal wiederholt). Noch erfolgreicher ist die „Anleitung zum Unglücklichsein“. Etwas akademischer, aber in seinem Einfluss gar nicht zu überschätzen, ist das Werk „Menschliche Kommunikation: Formen, Störungen, Paradoxien“, das Watzlawick zusammen mit Janet H. Beavin und Don D. Jackson verfasst hat. Hier fehlen die amüsanten Anekdoten, dafür gibt es Fallberichte aus der Familientherapie. Lesenswert für alle, die bei „Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“ auf den Geschmak gekommen sind.

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