Hören Teenager noch Radio?

Meine Vorträge: „Best of…“
Hat das Radio noch Bedeutung für Jugendliche? Tatsächlich hören Teenager nach wie vor Radio, doch es ist nur ein Medium unter vielen. Zu diesem Thema habe ich einen Vortrag auf den Medientagen München im Jahr 2007 gehalten.

Ihr Herz hängt nicht am Radio, sondern an ganz anderen Medien – Internet, Social Media, iPods. Werbungtreibende und Radiosender müssen die schwindende Rolle des Radios bei Jugendlichen verstehen, um daraus Konsequenzen für Werbung und Mediaplanung zu ziehen. Der Vortrag zeigt anhand von aktuellen Studien (unter anderen der UM-Studie „Media in Mind„), wie Jugendliche mit Radio und anderen Medien umgehen.

Für die Fachzeitschrift Horizont, die zum Radio Day 2008 ein Spezial veröffentlichte, gab ich ein kurzes Statement ab, in dem ich die Grundidee des Vortrags wieder aufgriff:

Das klassische Radio hat ein Problem bei den ganz Jungen. Für frühere Generationen war die Gleichung „Musik = Radio“ selbstverständlich, heute ist das nicht mehr so. Jungendliche finden Musik überall – im Fernsehen, im Internet, auf ihren MP3-Player oder Mobiltelefon. Deshalb hat das Radio auch an Bindungskraft verloren.

In anderen Bevölkerungssegmenten hat der Hörfunk eine klare Verankerung im Tagesablauf – morgens als „Update“ und Aufwachhilfe, im Auto als Nabelschnur zur Außenwelt, im Büro als Geräuschteppich, tagsüber zuhause als Muntermacher. Bei Teenagern findet man eine solche Verankerung deutlich weniger, das zeigt unsere eigene Forschung zu dem Thema.

Natürlich nutzen Radiosender auch die neuen Medientechniken, um ihre Zielgruppe zu erreichen. Doch hier sind sie nur ein Anbieter unter vielen. Deshalb werden Marketing-Maßnahmen zur Hörerbindung in den nächsten Jahren noch weiter zunehmen.

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